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Was ich liebe

  • Autorenbild: Jörg Kyburz
    Jörg Kyburz
  • vor 12 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Wenn wir auf unser Leben und auf die Welt schauen, dann gibt es vieles, was uns beschäftigen kann.


Dinge, die schwierig sind. Menschen, mit denen wir ringen. Entwicklungen, die uns Sorgen machen. Vielleicht auch manches, das wir nicht verstehen oder nicht verändern können.

Und manchmal nimmt all das so viel Raum ein, dass etwas anderes beinahe aus unserem Blick gerät:

das, was wir lieben.


Vielleicht sind es Menschen, die uns nahestehen. Menschen, mit denen es nicht immer einfach ist –und die dennoch zu unserem Leben gehören.

Vielleicht sind es ganz unscheinbare Dinge. Ein Gespräch. Ein gemeinsames Essen. Ein stiller Morgen. Ein vertrauter Ort. Ein Baum, an dem wir immer wieder vorbeigehen. Das Lachen eines Kindes. Oder einfach ein Moment, in dem wir spüren: Es ist gut, jetzt hier zu sein.


Wir müssen dabei nichts schönreden. Achtsamkeit bedeutet für mich nicht, die schwierigen Seiten des Lebens auszublenden.

Vielleicht geht es vielmehr darum, ihnen nicht den ganzen Raum zu überlassen.

Denn neben dem Schwierigen gibt es auch das Schöne. Neben der Angst gibt es Vertrauen. Neben dem Trennenden gibt es Verbundenheit. Neben der Gleichgültigkeit gibt es Menschen, die sich kümmern. Und neben vielem, was uns vielleicht manchmal hoffnungslos erscheinen lässt, gibt es immer wieder Zeichen von Menschlichkeit.

Vielleicht ist Liebe deshalb nicht nur ein Gefühl.


Vielleicht ist Liebe auch eine Art, auf das Leben zu schauen.


Wahrzunehmen, was mir etwas bedeutet. Was mich berührt. Was mich trägt. Wofür ich dankbar bin. Und vielleicht auch: wofür es sich lohnt, Sorge zu tragen.

Für unsere gemeinsame Stille heute möchte ich deshalb eine ganz einfache Frage mitgeben.


Nicht als Frage, auf die wir sofort eine Antwort finden müssen. Sondern als Frage, die wir eine Weile in uns tragen dürfen:

Was liebe ich?


Was liebe ich an meinem Leben? An den Menschen um mich herum? An dieser Welt?

Und vielleicht noch etwas tiefer:

Was geschieht mit mir, wenn ich meinen Blick für einen Moment bewusst auf das richte, was ich liebe?


Lasst uns vom Text begleiten und  in die Stille eintauchen.

 

Kontemplatives Sitzen, 25.08.2026 – JK

 
 
 

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